16. März 2014

Unmaskiert leben (Teil 2)

Stell Dir vor Du wirst an einen Ort eingeladen von dem man Dir sagt:

* Hey, wir lieben uns dort alle!
* Uns ist vergeben und wir vergeben!
* Wir nehmen uns dort an, so wie wir sind!
* Keiner überhebt sich über den anderen!
* usw.

Dann gehst du dorthin, nur um in kurzer Zeit festzustellen, dass es eben doch nicht so ist! Und dass man sehr wohl etliche Erwartungen an Dich hat, die oft gar nicht so einfach und schnell von Dir erfüllt werden können.
Was machen wir dann?
Oft ziehen wir eine Maske auf, die dem anderen sagt:
Ich bin so wie Du, äußerlich ist alles OK mit mir, äußerlich folge ich Euren Zielen, Erwartungen und Vorstelllungen!
Doch da ist die Angst, dass die Maske Risse bekommt und dass jemand hinter meine Maske schauen könnte und mein wahres Ich erkennt und man mich dann nicht mehr akzeptiert und liebt.
Dieses Muster finden wir überall da, wo Menschen sich um ideelle Ziele und Visionen scharen (Kirchen, Gemeinden, Vereine, Parteien, Religionen ect.)
Besonders weh aber tut das in christlichen Kreisen, wo wir eigentlich Liebe, Vergebung, Geduld, Güte und Langmut propagieren und allzu oft das Gegenteil leben und so oft andere zwingen, die Maske der religiösen Konformität zu tragen, um anerkannt und äußerlich geliebt zu sein!
In dieser Reihe wollen wir lernen unsere Masken abzulegen und vor allem auch lernen andere nicht mehr zu zwingen, vor uns religiöse Masken zu tragen, weil wir sie sonst nicht lieben oder anerkennen. Unmaskiert leben hat mit Langmut, Güte und Gnade zu tun, damit nicht ICH Menschen ändere, sondern Gott in seiner Güte sie ändert!

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